Der Fränkische Jedermann

von Fitzgerald Kusz
nach Hugo von Hoffmannsthal

Gott ist wütend. Schlecht sind die Menschen, eitel und habgierig. Eigentlich würde er lieber heute als morgen zum Jüngsten Gericht blasen lassen. Doch Gott gibt der Welt eine letzte Chance: Wird der selbstsüchtige Jedermann im Angesicht des Todes zum Guten bekehrt, soll die Welt verschont bleiben.
Dieser Jedermann ist ein hartherziger Genussmensch, voller Stolz und ziemlich selbstgerecht. Er hat nur Augen für seinen Reichtum und die Reize seiner Angebeteten, dem „Herzala“. Mitten auf einem Fest erscheint ihm nun aber der Tod höchstpersönlich, um ihn abzuholen. In der einen Stunde Aufschub, die er dem Tod abhandelt, kann er nicht einen einzigen seiner Freunde und Verwandten dazu überreden, ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten. Und auch von seinen angesammelten Reichtümern muss er sich endgültig trennen. Einzig sein „Gwissen“ und sein „Glaum“, zwei allegorische Figuren, die entsprechend seines bisherigen Lebenswandels eher gebrechlich daherkommen, sind ihm noch eine Stütze und retten ihn vor dem Teufel und der ewigen Verdammnis.

Spiel: Stefan Kügel, Benjamin Seeberger, Lukas Seeberger
Regie: Jürg Schlachter
Puppen: Frauke Lehmann-Hößle, Lisa Palesche
Kostüme: Johanna Hößle, Frauke Lehmann-Hößle
Bühnenbild: Benjamin Seeberger, Lukas Seeberger
Musik: Dietmar Staskowiak

Klavier: Dietmar Staskowiak
Oboe: Paulo Arantes
Cello: Cyriakus Alpermann
Tuba, Kontrabass: Heinrich E. Filsner
Schlagzeug: Axel Dinkelmeyer

Theater Kuckucksheim / Dehnberger Hof Theater / KunstKulturQuartier Nürnberg

 

Termine im Spielplan

Datum Beginn
05.01.2018 20:00 KARTEN BESTELLEN

Das sagt die Presse

"Der antiquierte Stoff wird durch die Mundart wieder lebendig und spricht die Leute an. In der Inszenierung von Jürg Schlachter ist hier ein pralles Stück Volkstheater zu sehen, gewürzt mit der ganz eigenen - mitunter recht derben - fränkischen Poesie. ... Prächtig amüsant!"
Nürnberger Zeitung

"Der blasse Text bekommt wieder Farbe, Leben kehrt zurück in das holzschnittartige Spiel, und der hohe Ton weicht einer geerdeten Sprachmelodie, die gleichwohl nichts von der Einsicht in die Endlichkeit der Existenz zurücknimmt: „An des denkt mer nie:/ Allers gäiht derhii.“"
Kritisches Lexikon der Gegenwartsliteratur

"Fitzgerald Kusz bringt die würzig duftende, kräftige Poesie des fränkischen Idioms zum Blühen … Im ›Fränkischen Jedermann‹ führt der Dialekt der Aufklärung in ein verschüttetes Biotop der Authentizität. Die Verse bleiben von wuchtiger Direktheit und wahren immer ein Augenzwinkern."
Frankfurter Allgemeine Zeitung

Technische Daten

Spielfläche: 5m Breite, 4m Tiefe, 2,80m Höhe
Spieldauer: 100 Minuten, 1 Pause
Aufbau: 3 Stunden
Abbau: 1 Stunde

Alter: Für Jugendliche und Erwachsene
Spielform: Schauspiel, Puppenspiel, Maskenspiel und Gesang

Fotos: Andreas Riedel

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